Dienstag, 06 August 2013 10:30

Auf Eissuche im Hochsommer

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Miesbach - Eigentlich, hat Markus Wieland gedacht, wird es jetzt ruhiger. Doch die Hiobsbotschaft über die Risse in der Dachkonstruktion der Eishalle warfen alles über den Haufen.

Unterm maroden Hallendach: Die Eishockeyspieler des TEV Miesbach (im Bild die Bayernliga-Mannschaft der vergangenen Saison) müssen sich nach Alternativen für die Saisonvorbereitung umsehen. Foto: Thomas Plettenberg / Archiv

Nun ist das Improvisationstalent des Geschäftsführers des TEV Miesbach gefragt. Er muss Eis suchen - mitten im Hochsommer.

Eigentlich wollte der Verein Ende dieses Monats die Eismaschine anschalten. Ab 26. August sollte die Halle zur Verfügung stehen. Doch in den kommenden sechs bis acht Wochen ist daran nicht zu denken. Die Dachkonstruktion muss umfassend saniert werden. So lange kann die Eisfläche nicht genutzt werden. „Das ist der absolute Super-Gau“, sagt Wieland. Eigentlich habe man geplant, dass in den kommenden Tagen alle Arbeiten abgeschlossen werden und nun der Sport im Vordergrund stehen kann. Das Gegenteil ist der Fall. Die gesamte Saisonvorbereitung inklusive bereits vereinbarter Testspiele ist von einem Tag auf den anderen hinfällig. Entsprechend groß ist die Enttäuschung.

„Das ist eine sehr schwierige Situation“, sagt Michael Lehmann. Der Trainer der Bayernliga-Mannschaft hatte bis zum Saisonstart Anfang Oktober rund 30 Trainingseinheiten auf Eis geplant, dazu zehn Testspiele. „Das ist nun natürlich alles über den Haufen geworfen. Wir werden auf jeden Fall Abstriche machen müssen. Aber wir können es ja nicht ändern und werden das Beste daraus machen.“

Noch härter trifft es die Bundesliga-Schüler, für die schon Mitte September die neue Spielzeit beginnt. Dass sie anfangs keine Heimspiele austragen können, ist dabei das geringste Problem. „Die müssen jetzt aufs Eis und trainieren“, sagt Wieland. Für die Mannschaft von Coach Mike Fröhlich hatte der Verein ohnehin schon Übungszeiten in Rosenheim gebucht. Nun wird versucht, das Kontingent zu erweitern. „Wir müssen so schnell wie möglich Lösungen finden“, sagt Wieland, der gestern schon sämtliche Vereine in der Umgebung kontaktiert hat, um freie Kapazitäten in Rosenheim, Bad Tölz, Bad Aibling und Grafing auszuloten.

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