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Gemeinsam für Anian!

geschrieben von Simon Rentel

Es sollte eine ganz normale Trainingseinheit werden – doch am 18. Januar veränderte sich das Leben von Anian Geratsdorfer und seiner Familie ohne jegliche Vorwarnung. Der langjährige Goalie der ersten Mannschaft des TEVs erlitt im Nachgang einen Herzinfarkt und leidet noch heute an den drastischen Folgen.

Anian Geratsdorfer ist seit Kindesbeinen Eishockey-Torwart und beim TEV Miesbach tief verwurzelt. Der 31-Jährige durchlief alle Nachwuchsteams in der Kreisstadt und spielte – abgesehen von einer Saison in Bad Tölz – auch im Seniorenbereich ausschließlich für den TEV. In der vergangenen Spielzeit kam Anian auf 16 Spiele, ehe ihm ein tragischer Vorfall seinen geliebten Sport wegnahm. 

Nach besagter Trainingseinheit saßen die TEV-Spieler wie üblich noch in der Kabine zusammen. Alles schien normal, doch der eigentlich so gesellige Anian verspürte als Einziger keinen Hunger und wollte, statt mit seinen Freunden zusammenzusitzen, lieber nach Hause. Er klagte über einen Druck auf der Brust. Das Team reagierte schnell, rief sicherheitshalber einen Krankenwagen – eine möglicherweise lebensrettende Entscheidung wie sich später herausstellte. Auf dem Weg ins Krankenhaus erlitt Anian einen Herzinfarkt und wurde erstmals reanimiert. Seine erste Frage an den zuständigen Arzt: „Kann ich wieder Eishockey spielen?” 

Vier Tage später kam es im Krankenhaus zu einem Herzstillstand. Bis heute ist unklar, wie lange Anians Herz nicht schlug. Es kam zu einer zweiten Reanimation – erneut kämpfte sich Anian durch, leidet seither aber an den gravierenden Folgen. Seit Mitte Januar ist der Goalie nicht mehr ansprechbar. Aktuell ist er in einem minimalen Bewusstseinszustand. Für alle Angehörigen und auch die gesamte TEV-Familie waren die letzten Monate geprägt von der Hoffnung auf Besserung und das Bangen um Anians Gesundheitszustand.  

Auf Wunsch der Familie hielt der TEV Miesbach die Vorkommnisse bis heute unter Verschluss. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, die Geschichte Anians zu erzählen. In den vergangenen Monaten wechselte er von Intensivstationen zu Reha-Einrichtungen und zurück. Eishockey war und ist Anians Leben. Selbst in der aktuellen Verfassung reagiert er vor allem auf gewohnte Gerüche und Stimmen aus Familie und Eishockeywelt. 

Nun wurde von Seiten der Familie ein Spendenkonto eingerichtet, um die anfallenden Kosten für die Familie zu decken und stemmen zu können. Dabei handelt es sich um den Umbau der Wohnung um Platz für Anian und einen Pfleger zu schaffen, mögliche alternative Therapien durch Spezialisten sowie zusätzliche physiotherapeutische Behandlungen. Dies ist nötig, um für Anian die Rahmenbedingungen für ein – unter diesen Umständen – möglichst gutes Leben zu schaffen. Bei der Spendenaktion hat der TEV Miesbach seine volle Unterstützung zugesagt. Anian ist ein Kind des Vereins, das Team ist wie seine zweite Familie. Er bleibt weiterhin Teil des Kaders und wird auch kommende Spielzeit beim TEV aktiv sein – wenn auch diesmal nur emotional anstatt als Mann zwischen den Pfosten.  

Weitere Aktionen zur Generierung von Spenden und Aufmerksamkeit sind aktuell in Planung. Sobald es Neuigkeiten gibt, erfahrt ihr diese über den Onlineauftritt des TEV Miesbach und der Aktion „Gemeinsam für Anian“ sowie im Miesbacher Merkur. 

Bei Fragen oder anderen Rückmeldungen bitten wir euch, die E-Mail anian.geratsdorfer@tev-miesbach.de zu kontaktieren. 

Anian war schon immer ein Kämpfer. Das wird er auch weiterhin sein. Nun ist zusätzlich die Unterstützung der Eishockey-Familie gefragt. Bleib stark, Anian! 

Spenden sind ab sofort an dieses eigens von Familie Geratsdorfer eingerichtete und auf Anian lautende Konto möglich:

Spendenkonto Anian Geratsdorfer DE20 7115 2570 0012 5332 87 Kreissparkasse Miesbach Tegernsee

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