Der TEV Miesbach musste sich am Sonntagabend, den 11. Januar 2026, in der Bayernliga beim ESC Kempten mit 1:4 geschlagen geben. Unter schwierigen personellen Voraussetzungen zeigte das Team dennoch über weite Strecken Moral, konnte sich am Ende aber nicht für den Aufwand belohnen.
Die Ausgangslage war alles andere als einfach: Mit Benedikt Dietrich, Moritz Schlickenrieder, Reto Schüpping und Klemen Pretnar fehlten gleich vier verletzte Stammkräfte. Felix Feuerreiter stand berufsbedingt nicht zur Verfügung, zudem waren Benedikt Pölt und Daniel Merl gesperrt. Zu allem Überfluss musste auch Justi Späth, der nach Verletzungspause einen Comeback-Versuch wagte, nach dem ersten Drittel wieder passen. Damit ging der TEV stark ersatzgeschwächt in die Partie vor 643 Zuschauern in Kempten.
Der ESC erwischte den besseren Start und ging in der 9. Minute durch Kevin Hu mit 1:0 in Führung. Der TEV hielt dagegen, erspielte sich ebenfalls Möglichkeiten, scheiterte jedoch mehrfach am gut aufgelegten Kemptener Schlussmann Jakob Nerb. Auch zwei frühe Überzahlsituationen blieben ungenutzt.
Kurz nach Beginn des zweiten Drittels nutzten die Gastgeber ein Powerplay konsequent: Martin Hlozek erhöhte auf 2:0 (22.). Kempten blieb spielbestimmend und legte in der 31. Minute durch den zweiten Treffer von Hu das 3:0 nach. Doch der TEV gab sich nicht auf. Nach zwei Strafen gegen den ESC spielte Miesbach in doppelter Überzahl stark und kam durch Matej Pekr, der einen Schlagschuss zum 3:1 verwertete, zurück ins Spiel (35.). Es war der verdiente Lohn für eine Phase, in der der TEV Druck machte und Moral bewies.
Im Schlussdrittel versuchten die Gäste nochmals alles, doch erneut machte das Powerplay den Unterschied – diesmal zugunsten des ESC. Florian Stauder stellte in der 51. Minute mit dem 4:1 den Endstand her. Trotz weiterer Bemühungen und eines engagierten Auftritts gelang dem TEV kein weiteres Tor.
Am Ende steht eine Niederlage, die vor allem aufgrund der Personalsituation und der effizienteren Chancenverwertung der Gastgeber zustande kam. Positiv aus Miesbacher Sicht: Die Mannschaft hielt kämpferisch dagegen und ließ sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen.
Nun gilt es, die Partie schnell abzuhaken und den Fokus auf die kommenden Aufgaben zu richten – mit der Hoffnung, dass sich das Lazarett bald lichtet.
